#11.4 – Mehr Datefails

Heute schreibe ich über zwei Dates, die ich so schnell ausgemacht habe, dass meine Intuition nicht mal Zeit hatte um zu reagieren. Und ja, die Dates waren ziemlich enttäuschend. Naja, kein Wunder, wenn man nicht wählerisch ist und einfach nur nicht allein sein möchte. Inzwischen bin ich extremst wählerisch geworden und habe ziemlich selten neue Dates im Vergleich zu früher. Vielleicht eins im Monat? Aber dafür hatte ich gute Erfahrungen machen können. Habt ihr den letzten Teil meiner Failreihe verpasst? Hier könnt ihr es nachholen. Oder noch gar nicht reingelesen? Hier geht es zum ersten Teil!

#5 – Mr. Leckphobie

Es war spät, ich trieb mich auf Tinder rum, obwohl ich am nächsten Tag recht früh aufstehen musste. Er ist einer der Menschen, von denen ich nicht mal mehr den Namen weiß. Ich weiß nicht ob ich ihn auf der Straße wieder erkennen würde. Das selbe gilt für den Kandidaten, über den ich im Anschluss schreiben werde. In dem Punkt bin ich vielleicht sogar mehr Arschloch als manche Männer. Wenn ich keine Liste geführt hätte, könnte ich wahrscheinlich nicht mal mehr Zahlen nennen. Eigentlich ist es gar nicht so wichtig, aber ich liebe Statistiken einfach. Falls ihr auch Statistiken liebt, dann könnt ihr gerne eure sexuellen Erfahrungen hier eintragen. Diese Seite hat „JJ“ mit seiner Freundin programmiert, weil die beiden Statistiken lieben) (:

Wir texteten bisschen rum und er meinte, er wettet mit mir, dass er mich zum Orgasmus lecken könnte. Der Deal war, dass wenn er es schaffen würde, ich mich mit einem Blowjob revanchieren würde. Mein Verhältnis zu Cunnilingus ist mir bis heute noch unklar. Vielleicht nur weil ich zu große Erwartungen habe. Ich hörte in meiner Vergangenheit so oft von anderen Frauen wie unglaublich toll es ist und das diese durch diese Praktik die tollsten Orgasmen hatten. Bei mir war es nie so. Ich fand es sogar total abstoßend. Inzwischen hatte ich Momente, wo ich es genossen habe, vor allem in Verbindung mit Fingern. Aber mit reinem Lecken, bin ich sehr weit vom Orgasmus entfernt.

Ich war neugierig und obwohl ich hin und her überlegte, weil ich wusste, dass ich am nächsten Tag einfach komplett am Arsch seit würde, sagte doch zu. Er wohnte nicht weit weg von mir, stieg in sein Auto und war innerhalb einer halben Stunde bei mir zuhause. Wir unterhielten uns eine Weile. Über was auch immer. War wohl nicht so interessant, wenn ich es nicht mehr weiß. Ich zeigte ihm meinen Magic Wand und meinte, dass es mein Instrument der Wahl wäre, wenn ich Lust auf Orgasmen hätte und das Teil mich noch nie enttäuscht hat. Dann ging ich kurz auf die Toilette pinkeln und als ich zurück ins Zimmer kam, saß er nackt da.

Auf jeden Fall wollten unser Vorhaben in die Tat umsetzen. Ich zog mir mein Höschen aus und legte mich mit dem Rücken aufs Bett und spreizte meine Beine. Er fing an mich zu lecken. Recht langsam und eher mit der Spitze seiner Zunge. Ich fand es okay. Es war zumindest nicht eklig. Nach einer sehr kurzen Zeit hörte er auf. Vielleicht einer Minute? Wenn ich großzügig bin, dann zwei. Er sagte zu mir, dass er das nicht kann, weil er sich von meinem Gerät unter Druck gesetzt fühlt und nicht gegen so ein Teil ankämpfen möchte. Ja, und das wars. Er zog sich wieder an. Wir redeten noch platonisch miteinander, damit es wohl weniger peinlich ist und dann ging er heim. Wir haben nie wieder was von einander gehört.

Fazit? Ohne Scheiß, es klappt so gut wie nie, wenn einer von sich behauptet, dass er gut in irgendeiner Praktik sei. Die meisten, die was können, sind eher bescheiden. Naja, eine Lektion gelernt. Gut, dass ich nicht immer dumm bleibe.

#5 – Ohne Unterwäsche

Es war sicher schon gegen Mitternacht, ich kam von der Arbeit nach Hause und wollte mein Pensum an Dates erfüllen und suchte auf Tinder verzweifelt nach jemandem, der sich spontan mit mir treffen wollen würde. Wow, ich war damals so unglaublich einsam, aber ich hatte nicht mal Internet daheim und wusste einfach Null was ich mit mir anfangen sollte. Er hatte ein schwarzes Profilbild und sagte wir könnten uns erstmal draußen treffen und dann schauen was sich ergibt. Was ich aufregend fand war, dass er meinte ich solle keine Unterwäsche unter meinen Klamotten anziehen. Ich zog ein Kleid an, wo man auf jeden Fall hätte sehen können, dass ich keinen BH trage. Für das andere Teil, hätte man nachschauen müssen.

Wir trafen uns vor einer Currywurstbude bei mir ums Eck. Er schaute nicht nach ob ich eine Unterhose trage oder nicht. Wenn ich ehrlich bin, hatten wir uns auch nicht so viel zu erzählen. Aber ich wollte was erleben, also sagte ich, dass wir zu mir gehen könnten. Ich war sein erstes Tinderdate. Übrigens auch von meinem Fuckbuddy. Eigentlich haben ein paar Menschen viele ersten Male mit mir erlebt. Nicht das es mir wichtig sei, aber ich fühle mich dann schon bisschen geehrt, dass diese Menschen mir so viel Vertrauen entgegen bringen.

Bei mir zuhause standen wir erstmal vor meinem Bett und haben angefangen uns anzufassen, rumzuknutschen und sowas. Wir zogen uns aus und machten auf dem Bett weiter mit dem Vorspiel. Er war sehr sanft, so sehr, dass mir plötzlich sehr langweilig wurde und ich einfach nur wollte, dass es vorbei ist. Deshalb habe ich angefangen ihn bisschen schneller einen runterzuholen, damit er eventuell zum Orgasmus kommt. Er hatte einen sehr schönen und großen Penis. Gepflegt war er auch. Ich war recht überzeugt von meinem Plan, bis er mich dann fragte ob wir ficken wollen. Ich sagte nur trocken „Nein“. Ja, es war schon irgendwie gemein, aber ich hatte damals selber keine Ahnung was ich möchte. Deshalb konnte ich sowas wie Bedürfnisse nicht so kommunizieren wie ich es heute tue.

Er sagte dann nur: „Passt nicht?“. Ich nur „Nein, tut mir leid.“ und schlug ihm vor, dass ich ihm einen runterholen könnte. Das hatte er abgelehnt. Ich hatte unglaublich schlechtes Gewissen und sagte es ihm auch. Schließlich hatte ich ihm seinen erstes Fickdate ruiniert. Aber ich hatte echt gar keine Lust mit ihm zu vögeln. Wenn ich so zurückdenke, merke ich wieder wie wenig Vanillamenschen über Sex reden. Mit den perversen wären zumindest ein paar Dinge geklärt. Man hatte sich auf jeden Fall vor einem Akt über Vorlieben und alles unterhalten. Er fand es schade und meinte nur sowas wie, dass er wohl härter hätte zupacken können. Wir langen noch bisschen auf dem Bett rum und irgendwann ging er nach Hause. Das Ende ist das selbe wie bei der vorherigen Geschichte.

PS: Wozu trug ich keine fucking Unterwäsche, wenn er das gar nicht nachgeprüft hat?! Das war tatsächlich das enttäuschendeste an dieser Begegnung.

Fazit? Es ist unglaublich hilfreich vorher über Vorlieben zu sprechen. Im BDSM-Bereich ist es ein muss bevor irgendwas passiert und ich bin auch sehr froh darüber, dass es der Standard ist.

 

Ich hoffe ihr konntet aus den heutigen Geschichten was mitnehmen, so wie ich auch durch solche Erfahrungen viel dazu lernen konnte. Auf jeden Fall habe ich noch ein paar weitere Geschichten für die Zukunft auf Lager, also seid gespannt! (:

signature

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.