#12.1 – Sadomasochismus

Das Chaos danach.

Was passiert wenn zwei Switcher aufeinander treffen? Das erzähle ich euch gleich. Ich hatte am Dienstag eine wunderbare Begegnung. (Nach Timeline meine Geschichten erzählen? Das habe ich inzwischen aufgegeben.) Er hatte mich vor ein paar Monaten auf FetLife angeschrieben, aber es hat sich bis Dato kein Treffen ergeben. Ich muss auch gestehen, dass ich derzeit selten privat neue Leute treffe. Mein letztes Date, dass ich dieses Jahr hatte, endete mit richtig miesem Sex. Aber davon schreibe ich sicherlich mal in meinen Datefails.

Dann hatte er mir geschrieben, dass er nach Prag zieht und nicht mehr hier sein wird und ob ich denn am Montag oder Dienstag Lust und Zeit hätte mich zu treffen. Die letzten zwei Wochen waren voller Termine und ich wartete nur drauf einfach mal wieder bisschen zu entspannen. Trotz dessen hat mich irgendwas getrieben ihn doch noch vor seiner Abfahrt kennen zu lernen. Wir einigten uns darauf, dass wir bisschen „seilen“. Ich freute mich darauf wieder mal in Seilen zu sein, aber hatte jetzt keine Vorstellungen oder Erwartungen.

Wir trafen uns als ich Feierabend hatte am Bahnhof. Er hatte sich verspätet und ich hatte ihm eine Nachricht geschickt ob er schon zu Abend gegessen hat. Er verneinte und meinte wir finden schon was. Ich unterhielt mich noch mit einem Kumpel und verabschiedete mich um zum Haupteingang zu laufen. Als wir uns sahen umarmten wir uns und er schlug ein Restaurant vor, wo wir essen könnten. Da hatten wir keinen Platz mehr gekriegt und ich entschied mich für einen Koreaner, den ich noch nicht ausprobiert hatte.

Die erste Herausforderung war es zu entscheiden was wir essen, da ich vorgeschlagen hatte, dass wir was zusammen bestellen und teilen könnten. Nach hin und her hatten wir es doch geschafft uns zu einigen und wow, war das viel Essen. Die Zeit verging wie um Flug und wir endeten damit ein und halb Stunden in diesem Restaurant zu werweilen. Wir unterhielten uns über alles mögliche. Kink. Nicht Kink. Er erzählte mir von seiner Freundin, mit der er schon seit 10 Jahren zusammen ist und das sie die Beziehung geöffnet haben und jetzt polyamor leben.

Auch darüber, dass er jetzt erstmal in Prag sein wird und sie gemeinsam nach Australien ziehen. Irgendwann war mein Drang nach Nikotin stark genug und schlug vor zu gehen. Wir machten noch einen Zwischenstop an einem Kiosk um Bier und Zigaretten zu holen und sind dann in die U-Bahn gestiegen. Zuhause habe ich erstmal geduscht und wir hatten uns noch eine Weile unterhalten. Zwischendurch probierte er meinen Monohandschuh an. (Hier die Geschichte dazu!) Irgendwann sind wir bei Seilen gelandet und sprachen begeistert von den und anderen Dingen. Dann fragte er ob wir was machen wollen.

Ich bejahte und fragte wer zuerst was machen soll. Wir hatten uns vorher geeinigt, dass wir switchen und uns gegenseitig fesseln werden. Ich durfte zuerst die passive Rolle übernehmen. Er fragte mich ob er mich entkleiden darf. Es war in Ordnung für mich, also zogen wir mein Shirt aus. Die Unterhose blieb noch an. Er fesselte meinen Oberkörper und fing an mich mit den Seilen zu hauen. Es war schmerzhaft, aber trotzdem gut zu ertragen. Dann befestigte er Holzklammern an meinen Nippeln und Brüsten. Autsch. Die Klammern waren verbunden an einer Schnurr, also könnt ihr euch vorstellen was als nächstes kommt.

Ich schaute ihm in die Augen und er sagte, dass er auf drei diese entfernen wird und fing an zu zählen. Eins, zwei und schwubs ratterten die Dinge von meinem Körper ab. Ich war natürlich nicht vorbereitet und wie ich geschrien habe. Es tat auch unglaublich weh.  Dafür war der Adrenalinkick echt schön! Ich lag in seinem Schoß und er streichelte mir durch meine Haare und Gesicht. Sicherlich durfte ich hier und da noch leiden, bis ich abgefesselt war. Ich bedankte mich und lächelte vor Freude.

Er fragte mich direkt ob bei mir alles okay ist und ob der Schmerz nicht zu viel war. Ich meinte nur, dass es schmerzhaft war, aber da ich schon recht masochistisch bin, dass gut war. Wir redeten über Atem- und Würgespiele und mein Impuls wollte es direkt an ihm ausleben. Also hielt ich ihm den Mund und Nase zusammen und entzog ihm ein wenig mehr die Luft. Zwischendurch habe ich ihm Einatmumgspausen gegönnt, aber lang waren sie nicht. Ich machte es solange, bis ich merkte, wie sein Körper anfing zu zucken.

Nach einer Quatsch- und Raucherpause war ich als aktiver Part dran. Er zog sich komplett aus, nachdem ich meinte, dass er selber entscheiden darf wie viel er ausziehen möchte. Ich fesselte ihn eng, schmerzhaft und atemreduzierend und fügte ihm mit meinen Fingernägeln Schmerzen hinzu. Es war schön, wie er für mich gelitten hat. Auch hier spielte ich mit seinem Atem. Ab und zu fasste ich sein erregtes Glied an um ihn zu teasen. Am Ende lag er in meinem Schoß und ich streichelte ihn. Achja, Aftercare kann so schön sein. Als er wieder im hier und jetzt war, war das erste was er sagte: „You are amazing.“

Die Pause war nicht lang, da er erwähnte, dass er interessiert sei, wie sich Kopfseile anfühlen. Ich erfüllte ihm den Wunsch und war wieder Feuer und Flamme weiter zu fesseln. Als sein Kopf voll mit Seilen war, habe ich noch seine Arme gefesselt und setzte meine sadistischen Bedürfnisse in die Tat um. Es hat so Spaß gemacht hihi. Als ich kurz davor war den letzten Teil des Seils zu lösen, biss ich ihm fest und tief in den Hals. Ich wette es fühlte sich sehr schmerzhaft und schön an. (Kennt ihr schon meine Vampirader? Hier mehr über Schmerzen.)

Nachdem wir unsere Lungen mit Rauch gefüllt und uns eine Weile unterhalten hatten, lud er mich ein Richtung Decke. Bis dahin war ich vollkommen nüchtern. Hier kommt der Moment, wo ich mir doch einen Joint gedreht habe. Aber ich mag einfach das Gefühl high zu sein. Es wird dadurch gefühlt alles bisschen intensiver. Jetzt war ich an der Reihe mich fallen zu lassen. Er fesselte mich fester und schmerzhafter als davor und wurde auch sadistischer. Ich liebte die Schmerzen und leidete gerne für ihn. Trotz dessen war er sehr einfühlsam, streichelte mich und küsste meine Hände. Ich vermisste es mich jemandem zu unterwerfen. Ich wurde natürlich auch nach einer Zeit erlöst.

Voller Glückshormone wir langen da und schauten uns lange in die Augen.

Mein Innerstes hatte das Bedürfnis ihn zu küssen, aber die Zweifel ob ich es tun soll plagten mich. Zum Glück nicht sehr lange. Wir näherten uns und unsere Lippen berührten sich. Der Augenblick fühlte sich unglaublich und perfekt an. Wir knutschten wild, er zog meine Unterhose aus und verwöhnte meine Vagina. Ich spürte wie nass und geil ich war. Wir rieben uns aneinander, taten uns weh und spankten uns gegeseitig. Sogar die eine oder andere Ohrfeige flog. Es schwirrte Geschrei und Gestöhne durch den Raum. Danach fickten wir hart. Sein großer Penis fühlte sich in mir drin richtig gut an. Auch seine Finger fühlten sich unglaublich toll an.

Als nächstes beschloss ich mich doch an den Versuch zu wagen jemanden mit dem Strap-On in den Arsch zu ficken. Naja, ich war richtig schlecht darin. Ich habe es nicht mal ohne Hilfe geschafft, den Dildo in sein Arschloch zu bekommen. Stoßen war auch unglaublich schräg, da ich überhaupt kein Gefühl für irgendwas hatte. Ficken soll gelernt sein. Das ist definitiv nicht meine Stärke. Ob ich jemals wieder jemanden damit nehmen möchte weiß ich nicht. Ich lasse mich überraschen. Wie es jetzt steht, eher nicht so.

Er sprang noch unter die Dusche und die Uhr zeigte schon 6 Uhr früh an. Ich wurde auch bisschen müde, also fragte ich ihn ob wir ins Bett gehen wollen. Schließlich hätte ich dann noch 4 Stunden Schlaf gekriegt, bevor ich zur Arbeit musste. Wir kuschelten uns an einander und keine Minute später fing das Fummeln wieder an. Es war unmöglich für mich die Finger von ihm zu lassen. Wir verzichteten natürlich nicht drauf uns Schmerzen hinzufügen. Ich kratzte ihn überall, biss ihn wie ein wildes Tier und verpasste ihm richtig dunkle Knutschflecken.

Ich habe mir auch einen gewünscht. „Let’s fuck.“, flüsterte er und nachdem wir die Suche nach mehr Kondomen gestartet haben und auch welche gefunden haben, taten wir es auch. Okay, eher anders. Er fickte mich richtig hart von hinten. Es war so geil und zwischendurch hart an der Grenze vom aufgespießt werden. Meine Nachbarn haben sich bestimmt über die Stöhnshow gefreut, wenn sie in dem Zeitraum nicht tief im Wunderland waren. Ich bin einfach kein Mensch, der sich zurückhalten möchte, nur weil ich nicht will, dass andere mich hören. Bisher hat sich aber noch keiner beschwert. (:

Sein Körper war übrigens voller Spuren, ich hatte natürlich wie immer nichts. Außer meinen unauffälligem Knutschfleck.

Wir haben dann auch den Punkt erreicht, wo wir nur noch schlafen gehen wollten. Ich war auch sofort weg und schief wie tot. Bis um 10 Uhr mein Wecker geklingelt hat. Er schlief noch ein bisschen länger, also küsste ich ihn auf die Stirn und machte mich fertig für die Arbeit. Als er aufwachte, schaute er mich lächelnd an und wünschte mir einen guten Morgen. Er sah so süß und friedlich aus. Ich war voll auf Wolke 7. Unsere Wege trennten sich an der Kreuzung bei mir um die Ecke. Wir küssten uns ein paar Mal und verabschiedeten uns in der Hoffnung uns eines Tages vielleicht doch über den Weg zu laufen.

Es blieb ein bitter-süßes Gefühl übrig. Ich dachte den ganzen Tag an ihn und der Gedanke an die Nacht machte mich ziemlich an. Auf der Arbeit kann es aber recht anstrengend an. Ich empfand zwischen meinen Glücksgefühlen auch eine gewisse Frust. Letztens habe ich noch zu jemandem gesagt, dass ich gerne jemanden hätte, mit dem ich eine tolle Freundschaft aufbauen kann und wir jeden verrückten Scheiß, der uns im Kopf rumschwirrt zusammen ausleben können. Er war für mich so ein Mensch. Ich bin total traurig, dass er ans andere Ende der Welt geht. Meinem Gefühl nach hätte was ganz wunderbares daraus entstehen können.

Ich hatte Angst vor der Reaktion, aber ich musste ihm sagen was ich empfinde und die Antwort von ihm hätte nicht schöner sein können… Es hat mich unglaublich erleichtert, dass er so ähnlich zu empfinden scheint.

Was denkt ihr? Sehen wir uns wieder?

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