totd #37 – Wie geht dieser Sex?

Nach meinem Sommerloch beschäftige ich mich wiedermal mit dem ewigen Leidensthema; meiner Sexualität. Die letzte Phase, die ich durchlaufen bin, war es meine "Asexualität" zu akzeptieren. Ich empfand es als sehr mühsam, mich mit dem eigentlichen Problem zu beschäftigen und schob gerne alles darauf, dass ich eh keinen Sex haben will. Das ist aber nicht wirklich die ganze Wahrheit, da ich zu gewissen Menschen doch eine sexuelle Anziehung verspüre und demnach wahscheinlich demisexuell bin. Ich weiß nicht, ob es dasselbe ist wie andere empfinden, aber darum geht es auch nicht. Vielleicht ist es eine Art Zwang, aber manchmal möchte ich jemandem richtig guten Sex schenken und demjenigen das Gehirn aus der Birne wegficken. Naja, die Gedanken finden in meinem Kopf statt. In der Realität bin ich letztendlich doch blockiert und zeige nichts davon.

totd #36 – Sich outen

Wenn man irgendwas tut was seiner Meinung nach nicht den gesellschaftlichen "Normen" entspricht, fängt der Kopf an viel zu viele Fragen zu stellen. Soll ich es tun? Kann ich es schaffen? Ist es sinnvoll es zu tun? Wie finden es andere? Wenn ich es tue, soll ich es anderen überhaupt erzählen? Welche Konsequenzen wird es mit sich bringen? Verliere ich dann mein Platz in der Gesellschaft? Werden mich Menschen verlassen und mich anders sehen? Meine Antwort darauf ist generell ja. Im schlimmsten und im besten Fall kann es ein ja sein. Das Ding ist, wir können es vorher nicht wissen. Das Leben passiert so oder so.

totd #35 – „Fast-Sex“ aka Vorspiel

Warum inkludiere ich das Wort "Fast-Sex" (*fast als deutsches Wort und nicht das englische "fast" für schnell) obwohl es eigentlich das Selbe ist wie ein Vorspiel? Meiner Meinung nach dient Vorspiel als der Akt vor dem Sex. Was ist, wenn ich danach gar keinen Sex will? Ist es dann trotzdem richtig das als Vorspiel zu bezeichnen? Ich finde nicht, da ich oft gar keine Intention habe danach penetrativen Sex zu haben. Damals war es weil ich nicht als billig abgestempelt werden wollte, jetzt eher, weil ich irgendwo auf dem Asexualität-Spektrum residiere und oft einfach gar keinen Sex haben möchte und/oder brauche.

totd #34 – Sex & Tech

Ich bin ein großer Fan von Fortschritt und Technologie (und Black Mirror). Jedoch hat mich heute die Netflixserie "Osmosis" inspiriert diesen Artikel zu schreiben. Die Protagonistin bevorzugt es in der virtuellen Welt Sex zu praktizieren. Ich kann sie verstehen, denn ich würde keinesfalls nein dazu sagen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Neben der Tatsache, dass ich mit jeder Person Sex haben kann, wann ich es möchte; muss mich nicht mit Themen wie Dating, Reden und Beziehungen pflegen auseinandersetzen. Es wäre sozusagen masturbieren und Sex 3.0.

totd #33 – Folter

Dies ist so eine Art Fortsetzung von meinem Artikel totd #18 – Schmerz-Liebe. Ich bin zwar eher nicht so der Fan von emotionalem Masochismus aka verbale Erniedrigung, aber dafür bezeichne mich gerne als #Painslut. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schwer es ist jemanden zu finden, der meinen Masochismus stillen kann. Ich denke zwar, dass es genug Sadisten da draußen gibt, die es können, aber wenn man noch Ansprüche hat, dass man sich menschlich gut versteht, sieht es ganz anders aus. Es ist schwer für mich Aftercare anzunehmen, wenn der Aspekt fehlt. Manchmal siegt mein Masochismus und ich lasse mich random auf jemanden ein, aber ohne richtiges Aftercare ist es ziemlich hart. Da denke ich aber nicht, dass ich ein Einzelfall bin.