Sextoy-Test: Hot Octopuss JETT

Für diesen Test hat Hot Octopuss freundlicherweise das getestete Sextoy kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Test werden Affiliate-Links verwendet, die mit einem * markiert sind. Meine Meinung zu diesem Toy beeinflusst das nicht. Hier lest ihr meine ehrliche Meinung zu diesem Produkt.

Worum geht’s?

Ich möchte euch heute den Hot Octopuss JETT* vorstellen, das neue Toy der Firma Hot Octopuss.

Hot Octopuss ist eine Sextoy-Firma aus London, die in den letzten Jahren ein interessantes Portfolio an Sextoys für Penis-Inhaber aufgebaut hat. Ihr bekanntestes Sextoy ist der Hot Octopuss Pulse*, der damals (trotz Buzzwords wie „Guybrator“ und „Pulse Plate Technology“) ziemlich eingeschlagen ist. Er gilt auch heute für viele Tester als einer der besten Penis-Vibratoren auf dem Markt. Seit diesem Erfolg hat Hot Octopuss sein Portfolio an Toys regelmäßig erweitert, etwa durch eine Duo-Variante des Pulse, die Atom Cockringe* oder den Queen Bee Vibrator*.

Hier direkt ein Disclaimer: Ich habe mir den Pulse vor ein paar Jahren selbst gekauft, und es war nicht unbedingt mein Lieblings-Toy. Irgendwann schaffe ich hoffentlich mal eine vollständige Review dazu, aber in Kurzform: Die Vibrationen waren für mich einfach nicht die richtigen. Der Pulse konzentriert seine Vibrationen sehr stark auf das Frenulum, also der kleinen Hautfalte zwischen Eichel und Schaft. Grundsätzlich sind Vibrationen dort gut, denn hier gibt es sehr viele Nervenenden. Aber die Vibrationen vom Pulse haben mich einfach nicht überzeugt, womit ich aber unter den Sextoy-Testern ziemlich alleine stehe. Deswegen wollte ich unbedingt auch mal andere Toys von Hot Octopuss ausprobieren. Und hier habe ich endlich die Gelegenheit dazu!

Nun also der Hot Octopuss JETT. Ich bin sehr gespannt, ob dieses Toy für mich besser funktioniert…finden wir es raus!

Der erste Eindruck

Nur um euch einen kleinen Vergleich zu geben: Alle anderen Toys von Hot Octopuss sind wiederaufladbar, können im Wasser verwendet werden und gehören eher zu den High-Tech-Sextoys. Der JETT ist anders. Es ist ein batteriebetriebenes Toy, nicht wiederaufladbar, nicht wasserdicht…eher old school bzw. low-tech. Das muss an sich aber nichts schlimmes sein, mehr Technologie bedeutet nicht immer mehr/bessere Orgasmen. Der JETT ist aber definitiv das Einstiegs-Toy von Hot Octopuss.

Der JETT besteht aus drei Teilen: Einem Steuerungsgerät, zwei Bullet-Vibratoren mit Kabelanschlüssen für das Steuerungsgerät, und einer Silikonform. Dieser dreifache Silikonring hält die Bullet-Vibratoren und wird direkt unter euem Frenulum getragen. Über das Steuerungsgerät kontrolliert ihr die Intensität der Vibrationen und die Vibrationsmuster. Ihr müsst beim Spielen also nichts festhalten, sondern einfach nur über das Steuerungsgerät die Vibrationen kontrollieren. Nicht ganz freihändig, aber es geht in die richtige Richtung.

Grundsätzlich wirkt das ganze sehr aufgeräumt und nicht zu kompliziert designed, was ich persönlich sehr schön finde.

Noch wichtiger: Es ist ein Toy, welches ich so noch nicht gesehen habe. Es hat ein bisschen was von einem Cockring und ein bisschen was von einem Vibrator, ist aber am Ende doch etwas eigenes, was ich in dieser Form noch nicht kenne. Frenulum-Vibratoren gibt es zwar schon, aber die funktionieren meistens auf eine ganz andere Art und Weise. Es ist also definitiv etwas Neues…und Sextoy-Neuheiten schaue ich mir immer gerne an!

Verpackung & Lieferumfang

Meine Verpackung war bei Ankunft leider etwas beschädigt, weswegen ich euch hier die Bilder von Hot Octopuss zeige. Es handelt sich um eine einfache bedruckte Box, in welcher sich die Teile des Toys in einer Plastikform befinden.

Im Lieferumfang enthalten sind das Steuerungsgerät, die zwei Bullet-Vibratoren mit Kabelanschlüssen und die Silikonform. Zudem bekommt ihr eine angenehm simple Bedienungsanleitung und einen schwarzen Stoffbeutel zur Aufbewahrung. Diese Beutel sind gerade bei so einem mehrteiligen Toy sehr wichtig, damit nichts verloren geht. Deswegen freue ich mich sehr, dass Hot Octopuss daran gedacht hat! Hilft mir dabei, das Chaos in meiner Toy-Schublade zumindest etwas besser unter Kontrolle zu halten…

Was nicht enthalten ist sind 4 AA-Batterien. Die müsst ihr in das Steuerungsgerät einlegen, damit das ganze funktioniert. Solltet ihr dann dementsprechend zuhause haben.

Preis

Den Hot Octopuss JETT bekommt ihr aktuell für 50€ direkt bei Hot Octopuss*, Versand kommt noch dazu. Das ist kein unglaublich geringer oder unglaublich hoher Preis.

Finde ich diesen Preis gerechtfertigt? Hier einen Vergleich zu finden ist ein bisschen schwierig, denn wie oben schon geschrieben gibt es tatsächlich wenige vergleichbare Vibratoren. Die anderen Frenulum-Vibratoren von Hot Octopuss sind allesamt viel teurer, aber eben definitiv auch hochwertiger. Ansonsten bekommen man für 50€ zwar nicht die besten Masturbatoren, aber schon einige wirklich gute Toys. Der JETT muss sich hier also gegen die Konkurrenz behaupten können.

Material & Reinigung

Der Hot Octopuss JETT besteht aus zwei Materialien. Die Bullet-Vibratoren und die Steuerungseinheit bestehen aus ABS-Plastik, der Ring besteht aus Silikon. Beides sind Materialien, die sicher sind. Nicht porös oder toxisch, genau wie es sein muss!

Die Reinigung ist prinzipiell auch kein Problem. Nach der Nutzung das Toy einfach in die Einzelteile zerlegen und den Ring reinigen. Einzige Herausforderung hier sind die Bullet-Vibratoren. Die sind nah genug am Geschehen, um Gleitgel oder Körperflüssigkeiten abzubekommen. Dementsprechend werden sie manchmal eine Reinigung benötigen. Aber: Sie sind nicht wasserdicht! Dementsprechend solltet ihr sie höchstens mit einem feuchten Tuch abwischen und auf keinen Fall unter fließendes Wasser halten!

Davon abgesehen ist die Reinigung wenig aufwändig und schnell erledigt. Auch hier also ein Pluspunkt.

Meine Erfahrungen

Fangen wir mit den einfachen Sachen an: Das Toy zusammenzubauen ist leicht. Ihr steckt die Kabel der beiden Bullet-Vibratoren in die Steuerungseinheit. Dann steckt ihr die beiden Bullet-Vibratoren in die größeren Löcher der Silikonform, und das Toy ist bereit für den Einsatz!

Wie kommt das Toy an den Penis? So sollte es am Ende ungefähr aussehen:

Die Öffnung, die um den Penis liegt, ist nicht unglaublich groß. Grundsätzlich gibt es hier zwei Möglichkeiten: Entweder ihr legt es an, wenn ihr schon erregt seid. In dem Fall braucht ihr auf jeden Fall ein bisschen (wasserbasiertes) Gleitgel. Oder ihr legt es davor an. Je nach Penisumfang ist auch das nicht ohne Gleitgel möglich oder auf jeden Fall etwas umständlicher. Ich selbst habe die Vibrationen tatsächlich am meisten genossen, wenn ich kein Gleitgel verwendet habe. Das Toy sollte am Ende knapp unter dem Frenulum sein, dort kommen die Vibrationen am besten zur Geltung.

Bei den Vibrationen wird das ganze richtig interessant. Hier fährt Hot Octopuss etwas neues auf, was sie „Treble and Bass Technology“ nennen. Der Trick: Die beiden Bullets haben unterschiedliche Vibrationsfrequenzen, und diese Frequenzen überlappen sich durch die Verbindung über die Silikonform. Durch diese Überlappung können die Vibrationen ziemlich erratisch werden und eine gefühlt völlig neue Art von Vibration entstehen lassen. Zwar reiht sich die Phrase „Treble and Bass Technology“ in die Reihe der Buzzwords ein, denn mit Musik hat das ganze definitiv nichts zu tun. Aber das Prinzip dahinter funktioniert gut!

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Aus dem JETT-Handbuch: So funktioniert das „Treble and Bass“-Prinzip

Die „Bass“-Bullet ist dabei das Arbeitstier. Die Vibrationen sind hier sehr stark und durchdringend, genauso wie ich Vibrationen gerne haben möchte. Die Vibrationen der „Treble“-Bullet sind etwas oberflächlicher und nicht so stark, sind aber trotzdem sehr angenehm. Beide Bullets sind eine ganze Ecke lauter als der We-Vibe Tango, auch wenn die Lautstärke nicht ohrenbetäubend ist. Wenn ihr darauf angewiesen seid, dass niemand euch spielen hört, dann ist der JETT wahrscheinlich nicht das richtige Toy für euch.

Technisch hat jede Bullet 5 Vibrationsgeschwindigkeiten, die ihr über die Steuerungseinheit beliebig kombinieren könnt. Ein etwas längerer Druck auf das Plus aktiviert die entsprechende Bullet, und über das Plus und Minus könnt ihr euch durch die Vibrationsstärken schalten. Ein längerer Druck auf den Knopf schaltet beide Bullets ein oder aus, außerdem habt ihr über den Knopf Zugriff auf 5 Vibrationsmuster. Hier gibt es eine Mischung aus Pulsen und Mustern, die für mich allerdings keinen Mehrwert bringen. Ich bin generell kein Fan von Vibrationsmustern, für mich sind konstante Vibrationen der Weg zum Orgasmus. Falls ihr aber Fan von Vibrationsmustern seid, dann probiert sie auf jeden Fall aus.

Mag ich die Vibrationen des JETT? Ja! Sie sind stark genug, um mich verlässlich zum Orgasmus zu bringen. Die „Bass“-Bullet alleine reicht mir im Grunde zum Orgasmus, aber die Kombination der beiden Vibrationsfrequenzen macht das ganze erst richtig interessant. Die überlappenden Vibrationen verstärken das Vibrationsgefühl und machen den Orgasmus noch ein bisschen intensiver. Genau das möchte ich von einem neuen Sextoy, und hier macht der JETT alles richtig. Die Vibrationen sind stark, aber nicht zu stark. Vor allem werden sie durch die Kombination der beiden Bullets nie langweilig. Gefährlich wird es lediglich direkt nach dem Orgasmus, denn dann können die Vibrationen am Frenulum sehr schnell zuviel werden.

Alles also hervorragend? Ganz ohne Beschwerden komme ich hier leider nicht raus. Wie schon geschrieben ist der JETT als Einstiegstoy gedacht und dementsprechend nicht unglaublich teuer. Einige Sachen die ich von guten Toys erwarte sind deswegen aber leider nicht vorhanden sind. Der JETT nicht wasserdicht und hat keinen Akku, sondern benötigt Batterien. Als kostensparende Maßnahmen kann ich das absolut verstehen, deswegen will ich auch nicht zu lange darauf rumreiten. Ihr müsst es eben nur wissen, wenn ihr euch den JETT kaufen möchtet.

Wirklich ärgerlich finde ich allerdings, dass die Steuerungseinheit immer per Kabel mit den Bullets verbunden sein muss. Ich verstehe warum das passiert ist: Mit Fernsteuerung hätten die Bullets eine eigene Stromquelle benötigt, was das Design kaputt gemacht hätte. Trotzdem wäre eine echte Fernsteuerung zu diesem Toy großartig, weil sich daraus völlig neue Spielmöglichkeiten ergeben würden. Gerade für etwa BDSM und „forced orgasms“ wäre dieses Toy super geeignet. Das wäre also etwas, was ich mir für eine mögliche Neuauflage dieses Toys definitiv wünschen würde!

Positives & Negatives

Der Hot Octopuss JETT* ist ein spannendes neues Sextoy mit vielen Stärken und ein paar Schwächen. Könnte dieses Toy etwas für euch sein? Hier möchte ich alle positiven und negativen Aspekte nochmal übersichtlich für euch auflisten.

Positiv Negativ
Die Bullet-Vibratoren sind beide sehr stark Keine „echte“ Fernsteuerung
Spannende Kombination verschiedener Vibrationsfrequenzen Die Bullet-Vibratoren sind nicht wasserdicht
Einfacher Zusammenbau AA-Batterien statt Akku
Sichere Materialien
Gutes neues Toy-Konzept, gerne mehr davon

Zusammenfassung

Frenulum-Vibrationen sind nicht euer Ding? Ihr sucht eher etwas im Bereich der luxuriöseren Sextoys? Dann ist der JETT möglicherweise nicht das beste Toy für euch. Es ist definitiv als Einsteiger-Toy konzipiert. Dementsprechend ist es sowohl von der Ausstattung als auch von Design eine Stufe unter den anderen Hot Octopuss-Produkten.

Ihr steht auf Vibrationen am Frenulum? Ihr seid auf der Suche nach einem nicht allzu teuren Sextoy, was euch hier verlässlich zum Orgasmus bringen kann? Dann solltet ihr euch den JETT definitiv anschauen. Als Vibrator erledigt er seine Aufgabe wirklich sehr gut, und ich kann ihn dafür bedingungslos empfehlen!

Den Hot Octopuss JETT könnt ihr direkt bei Hot Octopuss* bestellen. Aktuell (März 2019) ist der JETT auch nur dort zu kaufen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Vielen Dank an Hot Octopuss, dass sie uns den JETT kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Wenn ihr den JETT über die Affiliate-Links in diesem Artikel kauft, dann unterstützt ihr Sex.Chronik dabei, auch in Zukunft spannende Artikel über Sex und Sextoys zu veröffentlichen. Für euch entstehen dabei natürlich keine Extra-Kosten! 

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