totd #18 – Schmerz-Liebe

Ich hatte gestern mit der Fortsetzung von „Rigger sucht Muse“ angefangen, aber ich bin doch zu abgelenkt um mich auf die Story zu konzentrieren. Also schreibe ich heute was, wo ich mich nicht so sehr fokussieren muss. Heutiges „topic of the day“ ist Schmerz. <3

Es gibt so viele verschiedene Arten von Schmerz. Ich werde bisschen über meinen Sadomasochismus erzählen und wie es zu allem kam. Wobei ich nur kurz erwähnen möchte, dass man vorsichtig sein sollte, wenn man mit Schmerzen spielt (:

Zurzeit ist es einer der Themen, um die sich meine Gedanken kreisen. Wenn ich irgendwo das Wort schon höre, werde ich schon gefühlt erregt. Manchmal bin ich es sogar tatsächlich. Ich stelle mir vor wie andere Menschen vor Schmerzen schreien und wie sie dabei aussehen. Es liegt höchstwahrscheinlich daran, dass mein Sadismus zurzeit nicht gestillt ist. Ich hatte schon immer sadistische Gedanken, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich sie jemals ausleben würde. Ich hatte immer Angst davor, dass ich die Kontrolle verliere und jemanden zu Tode schlage. Also zumindest habe ich es mir so vorgestellt.

Es war so einer der Sachen, wo ich dachte, dass ich tatsächlich komplett gestört bin und unsicher war, wie ich dazu stehen soll. (Aber ja, vielleicht bin ich gestört.)
Ausschlaggebend war meine Jugendzeit, wo ich ziemlich viele Aggressionen in mir bewahrte und mich das eine oder andere Mal geprügelt hatte.

Bis ich gelernt habe, dass ein Unterschied zwischen Gewalt und Sadismus gibt. Zwar der, ob mein Gegenüber das möchte oder nicht. Zum Glück habe ich meinen Masochist kennengelernt, dem ich vertrauen konnte und mich getraut habe meinen Sadismus auszuleben. Meine Sorgen waren total unberechtigt. Ich gerate nämlich nicht völlig außer Kontrolle und schlage wild um mich rum, sondern bin total entspannt und in meinem Element. Hach, ich mag Schlagwerkzeug, aber ich genieße auch direkten Körperkontakt. Also kratzen, beißen, zwicken. Wie auch immer. Hauptsache es tut weh und mein gegenüber leidet :P.

Kennt ihr das, wenn man einen blauen Fleck hat und man immer wieder drauf drückt obwohl es wehtut? Ist es schon Masochismus? Ich weiß es nicht. Zumindest tat ich es und hab‘ mich daran erfreut. Obwohl ich immer verklemmt war, gab es eine Sache, die stärker war. Mein Bedürfnis in den Hals gebissen zu werden. Es ist der erster Kink, den ich entdeckt hatte, der mich wahrscheinlich immer noch am meisten anmacht. Irgendwann im Leben gerät man an das Thema Vampire. Das war auf jeden Fall mein Trigger. Ich stellte mir immer vor, von einem Vampir entführt zu werden, wie er mir seine Fänge in den Hals rammt und mein ganzes Blut raussaugt. Bis ich tot bin und als einer von den aufwache und mich auf die Jagd nach menschlichem Blut mache.

Damals hatte ich auch einen komischen Blutfetisch. (Ob der wieder kommt oder immer noch da ist?) Ich ritzte mich damals noch und probierte regelmäßig mein Blut. Einmal hatte ich die Idee irgendwann einen kleinen Glasbehälter, den man so als Kettenanhänger tragen kann, mit meinem Blut und des meines Partners zu füllen mit einem Reiskorn drin. Warum auch immer ich den Reiskorn drin haben wollte. Wenn andere Menschen sich irgendwie am Finger geschnitten hatten, war ich immer sehr neugierig wie deren Blut wohl schmecken würde. Ich glaube einmal habe ich tatsächlich jemanden gefragt, ob ich probieren darf, nur weiß ich gar nicht mehr was da war. Schade eigentlich.

Es war das einzige Bedürfnis, dass so stark war, dass ich es meinem gegenüber „offenbart“ hatte. Richtig scharfe Zähne fühlen sich verdammt gut an, grr. Ich hatte auch schon welche, die nicht so toll waren. Seitdem ich einmal was mit einem Kerl hatte, der mich dermaßen übergebissen hat, habe ich aufgehört das beim erstem sexuellem Kontakt zu erwähnen. Alter Schwede, das war echt nicht mehr feierlich. Mein Hals war richtig angeschwollen und ich konnte zwei Tage nicht wirklich rechts oder links schauen, ohne das es komplett weh tat. Wenn man es aber nicht übertreibt wie er, dann freue ich, wenn ich die nächsten paar Tage noch was davon spüre <3.

Ich wünsche mir gerade, dass ich mich selber in den Hals beißen könnte. Meiner Meinung nach fühlen sich meine Zähne richtig gut an. Ich erinnere mich gerade plötzlich, dass ich schon als Kind gerne andere Menschen gebissen habe und die Abdrücke dann als Uhr bezeichnet habe. Ich habe immer so lange und fester gebissen, bis sie aufgeschrien haben. Machen das andere Menschen auch? Verdammt, wie konnte ich all die Jahre meinen Sadismus ignorieren? Meinem besten Freund damals habe ich gerne wehgetan. Er ließ mich auch. Ich war sicher erst 10 oder vielleicht sogar jünger und er schon ein paar Jahre älter. Ich durfte auch auf seinem Rücken laufen, manchmal bin ich sogar gesprungen, damit es ihm wehtat.

Stechende Schmerzen mag ich eher nicht. Nadeln, Nadelräder, diese komischen Klauen. Meh. Ich kann es aushalten, aber macht mich nicht heiß. So wie wenn man nur wenig Haare nimmt und dann zieht. Bääh. Peitschen sind auch hart zu ertragen und Schlagstöcke sind sehr böse. Ich mag’s trotzdem, wenn es nicht zu viel ist. Bei Gerten hab‘ ich so gemischte Gefühle. Ich finde den Schmerz an sich nicht so schlimm, aber ich mag es nicht, dass es so konzentriert auf eine recht kleine Fläche ist. Das Paddel ist mein Hass-Liebe-Werkzeug. Das brennt so unglaublich, aber irgendwie macht mich das ziemlich an. Schon wie es sich anhört, wenn es die Haut berührt. Es kommt dem Spanking mit Händen am nächsten dran. Flogger ist Liebe. Es tut nicht so sehr weh und fühlt sich schön an.

Man erzählt mir, dass Kerzenwachs schöner Schmerz sein soll, aber das hatte ich noch nie ausprobiert gehabt. Ich hatte sicherlich schön öfters meine Finger in geschmolzenen Wachs gesteckt, aber das hatte wenig mit Erotik zu tun. Da ich kein Verlangen habe mir selber Wachs über den Körper zu schütten, muss ich wohl warten bis jemand es für mich übernimmt. Was man nicht kennt, kann man auch schlecht vermissen. Wer weiß ob ich es dann gut finde oder eher langweilig.

Da ich derzeit so Seilbessessen bin, liegt es auch nah, dass ich die Schmerzen, die damit verbunden sind mag. Viele Menschen mögen den Schmerz am Schienbein nicht, aber ich kann nicht beschreiben wie ich mich lebendig fühle während ich diesen Schmerz fühle. Ich habe eine oder andere schmerzhafte Suspension erleben dürfen und es war total schön. Danke Universum, dass es Seile und sadistische Rigger gibt <3.

Wow, ich sitze seit einer Weile hier dran und schreibe leidenschaftlich über Schmerzen. Das muss wahre Liebe sein ;). Wie steht ihr zu Schmerzen?

Keine Ahnung ob ich was ausgelassen habe, aber es ist schon fast 7h frühs und ich habe noch vor einen Hentai zu schauen. Falls ich noch mehr darüber schreiben will, hole ich es eben ein anderes Mal nach. Habe paar Mal Korrektur gelesen, aber tut mir leid, wenn es schlechter ist als sonst. Bis die Tage! (:

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Ein Gedanke zu “totd #18 – Schmerz-Liebe

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